Der Goldpreis erreichte am 3.12.2009 mit $ 1.226 je Unze ein vorläufiges Allzeithoch. Nachfolgend die wichtigsten Meilensteine der Entwicklung des Goldpreises seit Beginn der 1970er Jahre:
15. August 1971 : US-Präsident Nixon hebt die Bindung des Dollars an das Gold auf. Damit endet die Zeit des Weltwährungssystems von Bretton Woods, das 1944 beschlossen worden war und in dessen Rahmen der Preis des Goldes erneut auf $ 35 festgelegt worden war.
8. Mai 1972 : Der offizielle Goldpreis wird von den USA auf $ 38 je Feinunze angehoben.
12. Februar 1973 : Die USA geben bekannt, dass der offizielle Goldpreis auf $ 42,22 angehoben wird.
19. März 1973 : Die wichtigsten westlichen Staaten führen frei konvertierbare Währungen ein.
21. Januar 1980 : Der Goldpreis erreicht vor dem Hintergrund hoher Inflationsraten, der Geiselkrise im Iran und der Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion ein Allzeithoch von $ 870 je Unze, bevor er in kürzester Zeit wieder massiv an Wert verliert.
20. Juli 1999 : Gold fällt u.a. aufgrund von Terminabgaben durch Minengesellschaften, sowie von Verkäufen durch die Bank von England auf $ 252,80 je Unze und damit den tiefsten Stand seit 20 Jahren.
26. September 1999 : 15 europäische Zentralbanken schließen das erste, auf fünf Jahre Laufzeit ausgelegte Goldabkommen ab. In diesem erklären sie, dass sie ihre Aktivitäten auf dem Goldmarkt koordinieren und limitieren wollen. Der Goldpreis steigt danach rasch auf über $ 340 an und bringt einige Minengesellschaften mit umfangreichen Terminverkäufen in den Büchern in existentielle Schwierigkeiten.
Februar 2003 : Der Goldpreis erreicht ein 4 1/2-Jahreshoch vor dem Hintergrund des Krieges zwischen der USA-geführten Koalition und dem Irak.
Dezember 2003 : Der Goldpreis erreicht erstmals seit 1988 die 400er-Marke.
November 2005 : Angesichts eines steigenden Interesses von Investoren und einer langsam aber sicher fallenden Neuproduktion steigt das Gold auf über $ 500 je Unze.
11. April 2006 : Das gelbe Metall erreicht die Marke von $ 600, dies ist das höchste Niveau seit Dezember 1980. Verantwortlich gemacht werden der hohe Ölpreis, ein schwacher Dollar und die unsichere geo-politische Lage. Am 12. Mai erreicht das Gold dann mit $ 730 einen vorläufigen Höchstkurs.
14. Juni 2006 : Der Goldpreis fällt 26 Prozent auf $ 543, nachdem Investoren und Spekulanten panikartig aus ihren Positionen aussteigen.
7. November 2007 : Die Baisse hat nicht lange gedauert: Der Goldpreis verfehlt mit $ 845,40 das Allzeithoch von 1980 um Haaresbreite.
2. Januar 2008 : Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Das Gold steigt endlich über $ 850 und erreicht damit ein neues Allzeithoch.
13. März 2008 : Nach einem Ausfall der Stromversorgung der Minen in Südafrika und umfangreichen Käufen durch Investoren in Form von Exchange Traded Funds (ETFs) steigt der Goldpreis auf über $ 1.000 je Unze. Am 17. März erreicht er dann ein neues Allzeithoch von $ 1.030,80 je Unze.
Juli - September 2008 : Der Goldpreis fällt durch Gewinnmitnahmen massiv zurück und notiert kurz vor Bekanntgabe der Lehmann-Pleite bei nur noch $ 735 je Unze.
17. September 2008 : Der Goldpreis steigt nach Bekanntwerden der Lehmann-Pleite an nur einem Tag um rekordverdächtige $ 90. Allerdings kann er das Niveau nicht lange halten. Durch panikartige Abgaben von Investoren, die sich um "jeden Preis" Liquidität besorgen müssen, bricht das gelbe Metall erneut ein, diesmal sogar auf nur noch $ 680.
November 2008 - Februar 2009 : Physische Investoren lösen Spekulanten und andere Inhaber von "Buchgold"-Positionen ab und sorgen mit ihrer Nachfrage dafür, dass der Goldpreis am 20. Februar 2009 wieder die 1.000er-Marke erreicht.
November 2009 : Nach einer längeren Seitwärtsphase beiderseits der Marke von $ 1.000 steigt der Goldpreis zunächst über $ 1.100 je Unze und erreicht dann schließlich am 3.12.2009 den höchsten Kurs aller Zeiten.
Zusammengestellt mit Hilfe von Informationen des World Gold Councils, Daten der Nachrichtenagentur ThomsonReuters und eigenen Berichten. Trotz aller Sorgfalt können wir leider keine Haftung oder Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernehmen.