Seite drucken

Nachrichtenarchiv Edelmetallmärkte

27.05.10 - GFMS sieht 2010 steigende Silbernachfrage
Steigende Investorennachfrage und eine Erholung der industriellen Nachfrage seit Ende 2009 waren die Schlüsselfaktoren für den starken Silberpreisanstieg der letzten 12 Monate. Die Bereiche werden auch das Jahr 2010 weiter bestimmen. Das ist die Kernaussage der aktuellen Studie "World Silver Survey".
Das in London ansässige Analyse-Institut GFMS Ltd. teilte in der Studie mit, dass der Silberpreis seit 2008 im wesentlichen von der instabilen Konjukturlage und der Kreditkrise in Europa beeinflusst worden sei. Aktuell profitiere er allerdings von der wieder stark steigenden industriellen Nachfrage.
GFMS erwartet aufgrund des aktuellen Umfelds, dass der Silberpreis in diesem Jahr den Höchstpreis von 2008 bei $20,92 je Unze sogar noch übersteigen könnte.
Kurzfristig erwartet GFMS allerdings nur, dass das aktuelle Kursniveau zwischen US$16,40 und US$19.50 je Unze gehalten werden kann, wobei allerdings die Durchschnittspreise für 2010 jetzt schon 36 Prozent über dem Wert der vorjährigen Vergleichsperiode liegen würden.
Bei GFMS rechnet man auch für die zweite Jahreshälfte mit weiterhin volatilen Silberpreisen, wobei die industriellen Käufer aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage weiter nur sehr kurzfristig agieren würden.
Auf der Angebotsseite erwarten die Londoner Analysten für 2010 nochmals steigende Fördermengen, allerdings werden wohl die Rückflüsse an Recyclingmaterial weiter sinken.
07.05.10 - GFMS erwartet größere Platinnachfrage für dieses Jahr
Die Spezialisten des Analysehauses GFMS haben in der letzten Woche ihren neuesten Marktbericht vorgelegt. Sie gehen ebenso wie Anglo davon aus, dass die Nachfrage in diesem Jahr anziehen wird. Für das Jahr 2009 haben sie für das Platin aber erst einmal noch einen erheblichen Überschuss gemeldet. Insgesamt habe dieser im physischen (überwiegend industriellen) Markt 849.000 Unzen betragen, das waren noch einmal knapp 300.000 Unzen mehr als 2008.
Schuld an dem Überschuss sei vor allem die sinkende Nachfrage nach Autos gewesen, die deutliche Steigerung der Käufe aus der Schmuckindustrie konnte diese Entwicklung nur bremsen, aber nicht neutralisieren. Beide Anwendungen zusammen machen übrigens rund 75% der weltweiten Nachfrage aus. Im Detail habe es im Schmuckmarkt 2009 ein Anstieg der Nachfrage um 38% auf 2,26 Mio. Unzen, gleichzeitig sei die Nachfrage der Autoindustrie um 28% auf 2,6 Mio. Unzen gefallen. Das Aufkommen von Recyclingmaterial sei um 36% auf 1,22 Millionen gesunken, angesichts der im Vergleich zu Anfang 2008 viel tieferen Preise war dies aber keine Überraschung.
Der deutlich ausgeweitete Überschuss im industriellen Bereich musste laut GFMS im vergangenen Jahr wieder einmal von den Investoren ausgeglichen werden. Und auf die war in der schwierigen Situation Verlass: Neben den identifizierbaren physischen Käufen (per Saldo 216.000 Unzen u.a. in Form von ETFs) wurden über 1 Mio. Unzen von Anlegern in Form von Kontenmetall und Positionen an den Terminbörsen vom Markt genommen. Erst dies ermöglichte am Ende den für eine ausgewogene Metallbilanz notwendigen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Der 80seitige Bericht von GFMS kann über die Webseite www.gfms.co.uk geordert werden.
21.04.10 - GFMS stellt neue Studie zum Goldmarkt vor
Das in London beheimatete Beratungsunternehmen GFMS stellte am 14.04.2010 seine alljährliche Studie zum Goldmarkt vor. In der „Gold Survey 2010“ gehen die Analysten von GFMS davon aus, dass sich der Goldpreis in den nächsten Monaten in einer Handelsspanne zwischen $1.050 und $1.150 je Unze bewegen werde. Mittelfristig könnte das Gold auch noch auf ein neues Allzeithoch von $1.300 gehen, so die Londoner Experten. Spätestens dann sollte sich der nun schon seit 10 Jahren andauernde Bullenmarkt aber seinem Ende nähern. Hauptgrund für die steigende Skepsis bei GFMS ist der Umstand, dass die sich die Nachfrage der Schmuckindustrie und damit die zentrale fundamentale Stütze für den Goldmarkt in den letzten Jahren mehr als halbiert habe. Gleichzeitig könne die Investmentnachfrage nicht auf dem aktuellen, extrem hohen Niveau verbleiben.
In der Studie stellt GFMS im Detail dar, dass sich die Käufe von Münzen und Barren im vergangenen Jahr auf 1.901 Tonnen fast verdoppelt hätten und dass damit die Nachfrage aus diesem Bereich erstmals seit dreißig Jahren sogar über dem Bedarf der Schmuckindustrie lag.
Was die Produktion angeht, hat der hohe Goldpreis ebenfalls seine Spuren hinterlassen: Die Minen haben 2.572 Tonnen und damit 7% mehr Gold ausgebracht und GFMS erwartet in diesem Jahr eine weitere Steigerung. Allerdings liegt die Ausbringung noch immer unter dem 2001er Höchststand von 2.646 Tonnen. Einen dramatischen Anstieg, nicht zuletzt aufgrund der noch einmal deutlich gestiegenen Preise, gab es 2009 im Altgoldbereich. Hier stieg die in den Markt zurückfließende Menge um sage und schreibe 27% auf 1.674 Tonnen an und erreichte damit rund 2/3 der Neuproduktion.
Was die Zentralbanken angeht, haben diese laut GFMS im vergangenen Jahr nur noch 41 Tonnen Gold verkauft und damit einen Bruchteil der langjährigen Durchschnittsmenge.
15.01.10 - Handel mit Platinmetall-ETFs in den USA hat begonnen
Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat am 22. Dezember die im April 2009 beantragte und zuletzt auch nicht länger umstrittene Genehmigung zur Einführung der ersten US-basierten Exchange Traded Funds (ETFs) auf Platinmetalle gegeben.

Ein erster Plan zur Schaffung solcher Produkte war 2007 noch am Widerstand von Produzenten, Weiterverarbeitern und industriellen Verbrauchern gescheitert, die auf die strategische industrielle Bedeutung der Platinmetalle und auf eine mögliche Knappheit nach einer Einführung von ETFs an der New Yorker Börse hingewiesen hatten.

Derartige Überlegungen bildeten in dem gegenüber der Situation im Jahr 2007 und Anfang 2008 inzwischen wieder normalisierten Marktumfeld keine Rolle mehr. Folglich ging die eigentliche Börseneinführung am 8. Januar problemlos über die Bühne und in den ersten Tagen wurden immerhin jeweils rund 120.000 Unzen (ca. vier Tonnen) Platin und Palladium verkauft.

Die Notierungen der Platinmetalle profitierten vom Zeitpunkt der Genehmigung durch die SEC an deutlich und die Preise stiegen bis zum 12. Januar um fast 250 Dollars auf $1.612 je Unze (Platin) an. Palladium legte in dieser Zeit von $350 auf $438 zu.

Insgesamt sind in den verschiedenen in Europa und jetzt neu auch in den USA gehandelten ETFs fast 780.000 Unzen Platin und fast 1,3 Mio. Unzen Palladium gebunden. Dies entspricht immerhin 13% bzw. 20% einer Weltjahresproduktion.
03.12.09 - Goldpreis auf neuem Allzeithoch: Meilensteine der Entwicklung
Der Goldpreis erreichte am 3.12.2009 mit $ 1.226 je Unze ein vorläufiges Allzeithoch. Nachfolgend die wichtigsten Meilensteine der Entwicklung des Goldpreises seit Beginn der 1970er Jahre:

15. August 1971 : US-Präsident Nixon hebt die Bindung des Dollars an das Gold auf. Damit endet die Zeit des Weltwährungssystems von Bretton Woods, das 1944 beschlossen worden war und in dessen Rahmen der Preis des Goldes erneut auf $ 35 festgelegt worden war.

8. Mai 1972 : Der offizielle Goldpreis wird von den USA auf $ 38 je Feinunze angehoben.

12. Februar 1973 : Die USA geben bekannt, dass der offizielle Goldpreis auf $ 42,22 angehoben wird.

19. März 1973 : Die wichtigsten westlichen Staaten führen frei konvertierbare Währungen ein.

21. Januar 1980 : Der Goldpreis erreicht vor dem Hintergrund hoher Inflationsraten, der Geiselkrise im Iran und der Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion ein Allzeithoch von $ 870 je Unze, bevor er in kürzester Zeit wieder massiv an Wert verliert.

20. Juli 1999 : Gold fällt u.a. aufgrund von Terminabgaben durch Minengesellschaften, sowie von Verkäufen durch die Bank von England auf $ 252,80 je Unze und damit den tiefsten Stand seit 20 Jahren.

26. September 1999 : 15 europäische Zentralbanken schließen das erste, auf fünf Jahre Laufzeit ausgelegte Goldabkommen ab. In diesem erklären sie, dass sie ihre Aktivitäten auf dem Goldmarkt koordinieren und limitieren wollen. Der Goldpreis steigt danach rasch auf über $ 340 an und bringt einige Minengesellschaften mit umfangreichen Terminverkäufen in den Büchern in existentielle Schwierigkeiten.

Februar 2003 : Der Goldpreis erreicht ein 4 1/2-Jahreshoch vor dem Hintergrund des Krieges zwischen der USA-geführten Koalition und dem Irak.

Dezember 2003 : Der Goldpreis erreicht erstmals seit 1988 die 400er-Marke.

November 2005 : Angesichts eines steigenden Interesses von Investoren und einer langsam aber sicher fallenden Neuproduktion steigt das Gold auf über $ 500 je Unze.

11. April 2006 : Das gelbe Metall erreicht die Marke von $ 600, dies ist das höchste Niveau seit Dezember 1980. Verantwortlich gemacht werden der hohe Ölpreis, ein schwacher Dollar und die unsichere geo-politische Lage. Am 12. Mai erreicht das Gold dann mit $ 730 einen vorläufigen Höchstkurs.

14. Juni 2006 : Der Goldpreis fällt 26 Prozent auf $ 543, nachdem Investoren und Spekulanten panikartig aus ihren Positionen aussteigen.

7. November 2007 : Die Baisse hat nicht lange gedauert: Der Goldpreis verfehlt mit $ 845,40 das Allzeithoch von 1980 um Haaresbreite.

2. Januar 2008 : Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Das Gold steigt endlich über $ 850 und erreicht damit ein neues Allzeithoch.

13. März 2008 : Nach einem Ausfall der Stromversorgung der Minen in Südafrika und umfangreichen Käufen durch Investoren in Form von Exchange Traded Funds (ETFs) steigt der Goldpreis auf über $ 1.000 je Unze. Am 17. März erreicht er dann ein neues Allzeithoch von $ 1.030,80 je Unze.

Juli - September 2008 : Der Goldpreis fällt durch Gewinnmitnahmen massiv zurück und notiert kurz vor Bekanntgabe der Lehmann-Pleite bei nur noch $ 735 je Unze.

17. September 2008 : Der Goldpreis steigt nach Bekanntwerden der Lehmann-Pleite an nur einem Tag um rekordverdächtige $ 90. Allerdings kann er das Niveau nicht lange halten. Durch panikartige Abgaben von Investoren, die sich um "jeden Preis" Liquidität besorgen müssen, bricht das gelbe Metall erneut ein, diesmal sogar auf nur noch $ 680.

November 2008 - Februar 2009 : Physische Investoren lösen Spekulanten und andere Inhaber von "Buchgold"-Positionen ab und sorgen mit ihrer Nachfrage dafür, dass der Goldpreis am 20. Februar 2009 wieder die 1.000er-Marke erreicht.

November 2009 : Nach einer längeren Seitwärtsphase beiderseits der Marke von $ 1.000 steigt der Goldpreis zunächst über $ 1.100 je Unze und erreicht dann schließlich am 3.12.2009 den höchsten Kurs aller Zeiten.

Zusammengestellt mit Hilfe von Informationen des World Gold Councils, Daten der Nachrichtenagentur ThomsonReuters und eigenen Berichten. Trotz aller Sorgfalt können wir leider keine Haftung oder Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernehmen.
03.11.09 - Indische Zentralbank kauft 200 Tonnen Gold vom IWF
Die indische Zentralbank gab heute überraschend bekannt, dass sie vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 200 Tonnen Gold im Gegenwert von 6,8 Mrd. Dollar gekauft habe. Wie die Notenbank mitteilte, handelte es sich um ein abseits des freien Goldmarktes vollzogenes Geschäft, das zwischen dem 19. und 30. Oktober zu marktgerechten Preisen durchgeführt worden sei. Indien besitzt mit jetzt 558 Tonnen die zehntgrößten Goldreserven der Welt. Diese Menge macht allerdings noch immer nur einen Anteil von 6,2 % der nationalen Währungsreserven aus.

Wie es von Seiten des IWF hieß, wurde bei dem erst kürzlich vom Exekutivorgan des Fonds genehmigten Verkauf ein durchschnittlicher Preis von 1.045 US-Dollar pro Unze erzielt.
Mit dem jetzt vollzogenen Verkauf hat der IWF in kürzester Zeit bereits die Hälfte seiner zum Verkauf vorgesehenen Goldmenge abgestoßen. Die Erlöse aus dem Verkauf sind zur Unterstützung der ärmeren Länder vorgesehen.

Analysten sehen den raschen Verkauf als positives Zeichen für die weitere Entwicklung des Goldpreises. Dieser erreichte kurze Zeit nach Bekanntgabe der Transaktion ein neues Allzeithoch.
20.08.09 - Neues Zentralbankenabkommen ist unterzeichnet (CGBA)
Die europäischen Zentralbanken haben derweil erwartungsgemäß ihr Goldabkommen erneuert. Wie die Notenbanken in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten, gilt das neue Abkommen - das dritte seiner Art - ab dem 27. September 2009; wieder für eine Periode von fünf Jahren. Dabei dürfen jährlich wieder nur noch insgesamt 400 Tonnen Gold von den beteiligten Zentralbanken verkauft werden. In dem letzten Abkommen war noch ein jährlicher Verkauf von 500 Tonnen möglich, allerdings war dieses Volumen zuletzt bei weitem nicht ausgenutzt worden. Über den gesamten Verlauf des neuen Abkommens können also maximal 2.000 Tonnen Gold veräußert werden. Interessant ist, dass die Notenbanken im neuen Abkommen darauf verzichtet haben, den Einsatz von derivativen Finanzprodukten zu begrenzen. Bisher war dies ein Bestandteil der jeweiligen Vorgängerabkommen gewesen. Ob dies bedeutet, dass man in Zukunft z.B. für Verkäufe auch verstärkt Optionen nutzen würde, bleibt abzuwarten. Termingeschäfte (bei Verkäufen) und Swaps (als besicherte Alternative zu Leihen) wurden zumindest von einigen Notenbanken auch bisher schon nicht als derivative Geschäfte angesehen und entsprechend verwendet.
Die Zentralbanken verwiesen in ihrer Erklärung darauf, dass Gold weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihrer Währungsreserven sei. Sie betonten zudem, dass die beabsichtigten Goldverkäufe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 403 Tonnen voll im Einklang mit dem neuen Abkommen stünden - und damit nicht zu einer zusätzlichen Belastung des Goldmarktes führten. Mit dem Erlös aus dem Verkauf will der IWF bekanntlich Kredite an Schwellenländer finanzieren.
Zu den Unterzeichnern des Goldverkaufsabkommens gehören die Europäische Zentralbank (EZB) und alle sechzehn Zentralbanken des Eurosystems, darunter die Deutsche Bundesbank, außerdem die Zentralbanken aus Schweden und der Schweiz. Die Bank of England hat nur das erste Goldverkaufsabkommen von 1999 unterzeichnet.
Die Deutsche Bundesbank verwies laut Presseberichten auf Anfrage darauf, gegenwärtig noch keine Entscheidung über mögliche Goldverkäufe im Rahmen des neuen Abkommens gefällt zu haben. Die Bundesbank hält rund 3.400 Tonnen Gold in ihren Währungsreserven; nur die US-Notenbank verfügt mit etwas mehr als 8.000 Tonnen über größere Goldbestände. Die Schweizerische Nationalbank erklärte am Freitag, sie plane auf absehbare Zeit keine weitere Goldverkäufe.
In der (vermutlich vorletzten) Bilanz des noch laufenden Goldabkommens berichtete das World Gold Council Ende Juli passend zu diesem Thema, dass im Rahmen des aktuellen Goldverkaufsabkommens die Zentralbanken bis zum 24. Juli 2009 insgesamt 140 Tonnen Gold verkauft hätten.
Wie das WGC weiter mitteilte, verkaufte die französische Notenbank mit 79 Tonnen Gold dabei den Löwenanteil, gefolgt von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit 35,5 Tonnen. Die Niederlande veräußerten 9 Tonnen, Schweden 9,6 Tonnen und andere Staaten, die nicht genannt wurden, zusammen 7 Tonnen Gold.
24.04.09 - China erhöht Goldreserven auf 1.054 Tonnen
Die staatliche Devisenbehörde Chinas (SAFE) gab an diesem Freitag bekannt, dass sie seit 2003 durch Zukäufe von lokalen Produzenten die offiziellen Goldvorräte des Landes von rund 600 Tonnen auf jetzt 1.054 Tonnen erhöht habe. In den letzten Jahren wurde die chinesische Politik von lokalen Ökonomen und Analysten, aber auch von internationalen Lobbygruppen immer wieder dazu aufgerufen, einen Teil der rasant wachsenden Devisenreserven in Gold anzulegen und sich so etwas unabhängiger von der Wertentwicklung des Dollars zu machen.
Wenn man den IWF als supranationale Organisation mit seinen derzeit 3.217 Tonnen Gold unberücksichtigt lässt, verfügt China jetzt über die fünftgrößten Goldreserven der Welt. Trotz des kräftigen Anstiegs von über 450 Tonnen innerhalb weniger Jahre repräsentieren die heutigen Goldreserven Chinas aber gerade einmal einen Anteil von etwas über 1,5% an den Währungsvorräten des Landes. Im Vergleich dazu liegt der prozentuale Anteil der Goldvorräte an den Gesamtwährungsreserven in den USA bei 79% und in Deutschland, Frankreich und Italien bei rund 70%. Marktbeobachter wie auch Vertreter des IWF und der EZB bezeichneten in ersten Kommentaren den Schritt Chinas angesichts der Dollar-Lastigkeit seiner Reserven als wenig überraschend und etliche äußerten die Vermutung, dass das Reich der Mitte die Vorräte in Zukunft noch weiter ausbauen könnte. Einige Marktteilnehmer verwiesen zudem darauf, dass China auch einfach die vom IWF zum Verkauf vorgesehene Goldmenge in Höhe von 403 Tonnen unter Umgehung des freien Goldmarktes übernehmen könnte.
18.03.09 - Das Ende einer Ära: Anglo American fördert kein Gold mehr
In Südafrika ist in dieser Woche eine ganz besondere Ära zu Ende gegangen: Der inzwischen in London beheimatete Minengigant Anglo American gab bekannt, dass der verbleibende Anteil an AngloGold in Höhe von 11,3% an einen US-amerikanischen Investmentfonds verkauft worden sei.
Damit verfügt das 1917 von dem legendären Ernest Oppenheimer gegründete Unternehmen, dass sich über die Jahre hinweg in einen breit aufgestellten internationalen Mischkonzern und dann wieder zurück in einen fokussierten Minenkonzern verwandelt hat, über keine Interessen im Goldmarkt mehr, in dem einst seine Wurzeln gelegen hatten. Begonnen hatte die Geschichte von Anglo American mit der Förderung von Gold im East Rand-Gebiet. Später konzentrierte sich das Unternehmen auf die Ausbeutung der Minen in Free State und Val Reefs, Erfolge hier machten Anglo nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Goldproduzenten der Welt.
Den Abschied vom Gold hatte Anglo American schon 1998 eingeleitet, als die Goldaktivitäten in eine eigene Tochtergesellschaft, genannt AngloGold , ausgegliedert wurden. 2004 schloss sich AngloGold dann mit der Ashanti Goldfields Corporation zu AngloGold Ashanti zusammen, zu diesem Zeitpunkt war Anglo American dann mit einem Anteil von 51% gerade noch Mehrheitseigner bei dem Goldförderer.
Die letzten Anteile des inzwischen nur noch drittgrößten Goldproduzenten der Welt wurden jetzt für 1,28 Mrd. Dollar von der in New York beheimateten Investmentfirma John Paulson übernommen. Paulson, der auch etwas über 4% an dem Goldproduzenten Kinross hält, ist damit der zweitgrößte Anteilseigner bei AngloGold.
01.03.09 - China baut Vorsprung als weltweit größter Goldproduzent weiter aus
China übertraf 2008 zum zweiten Mal in Folge Südafrika als weltweit größter Goldproduzent. Im vergangenen Jahr, so die „Chinese Gold Association“ (CGA) in ihrer kürzlich vorgelegten Jahresbilanz, habe es einen Produktionsanstieg um über 4 Prozent auf 282 Tonnen gegeben und dies trotz mehrerer Naturkatastrophen und der internationalen Finanzkrise.
2007 hatte die Ausbringung in dem asiatischen Land mit einer Produktion von 270,49 Tonnen erstmals über jener Südafrikas gelegen. Davor hatte das Land am Kap die Rangliste der weltweit größten Goldproduzenten seit 1905 unangefochten angeführt.
Eine Ursache für den vermutlich dauerhaften Wechsel an der Spitze ist, dass die Produktion in China in den letzten Jahren dank massiver in- und ausländischer Investitionen um 70 Prozent gesteigert werden konnte. Die Ausbringung in Südafrika ist dagegen seit dem Spitzenjahr 1970 (damals lag sie bei rund 1.000 Tonnen) kontinuierlich auf jetzt noch ein Viertel dieses Wertes gesunken. Verantwortlich für diese Entwicklung war ein immer geringerer Erzgehalt in den Minen, sowie immer größere technische Herausforderungen durch die enorme Tiefe, in die Minen inzwischen vorgedrungen sind. Auch wurden in Südafrika seit Jahrzehnten keine neuen bedeutenden Vorkommen entdeckt.
23.01.09 - Goldpreis in Euro erreicht neues Allzeithoch
Der Anstieg des Goldpreises in dieser Woche um fast $ 80 auf $ 880 je Unze hat in Verbindung mit der gleichzeitigen Abschwächung des Euros gegenüber dem Dollar dafür gesorgt, dass der Goldpreis auf der Basis der Gemeinschaftswährung heute ein neues Allzeithoch erreicht hat. In der Spitze lag der Goldpreis heute bei € 688,30 je Unze (€ 22,13 je Gramm) und übertraf damit knapp den bisherigen Höchststand vom 10. Oktober 2008.
Ursache für den steigenden Goldpreis ist vor allem das andauernde Kaufinteresse privater und institutioneller Investoren, die jeweils vor allem physisches Gold nachfragen, sei es in Form von Exchange Traded Funds (ETFs) oder auch Anlagebarren. Mit dem Umschichten von Teilen ihres Vermögens reagieren die Anleger auf die andauernde Unsicherheit auf den Finanzmärkten, die sich in dieser Woche angesichts der Herabstufung des Ratings einiges europäischer Staaten und der neu bekannt gegebenen Verluste einer Reihe von europäischen und amerikanischen Geschäftsbanken erneut verschärfte.
03.01.09 - Goldimporte nach Indien fallen 2008 um 47 Prozent
Die Bombay Bullion Association (BBA) teilte am Neujahrstag mit, dass die Goldimporte nach Indien im vergangenen Jahr um 47 Prozent auf nur noch 402 Tonnen eingebrochen seien. Im Jahr 2007 hatten die Einfuhren noch bei 759 Tonnen gelegen. Die in Rupien stark gestiegenen Preise (plus 29,2 Prozent im Jahresverlauf), sowie der Geschäftsausfall im November und Dezember durch die Anschläge in Bombay wurden von der BBA als Gründe für den Rückgang genannt.
Indien ist historisch betrachtet der wichtigste Absatzmarkt für Gold. Im Jahr 2007 war das Land für rund 20 Prozent des weltweiten Nachfrage verantwortlich. Angesichts des kaum veränderten weltweiten Angebots, dürfte sich der Anteil im vergangenen Jahr nahezu halbiert haben.
09.12.08 - Rhodium erstmals seit 2004 wieder dreistellig
Der Rhodiumpreis hat auf dem Weg nach unten eine Schallmauer durchbrochen: Zwar ist das Element noch immer das teuerste Edelmetall, aber es notiert jetzt erstmals seit Mitte 2004 wieder im dreistelligen Bereich. Noch im Juni hatte die Notierung bei $ 10.300 je Unze gelegen, Ängste vor Produktionsausfällen als Folge der Stromkrise in Südafrika waren seinerzeit die wesentlichen Treiber für die Hausse. Seitdem hat das Metall 92% seines Wertes verloren. Die Ursachen für den Einbruch sind vielschichtig. Zum einen ist die physische Nachfrage der Autoindustrie angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise dramatisch eingebrochen und in diesen Bereich gehen immerhin 90% der jährlich neu geförderten 25 Tonnen Rhodium. Außerdem kam es in den letzten Monaten verstärkt zur Liquidation von Pluspositionen, die den Preis zusätzlich drückten. Dabei handelte es sich nicht nur um spekulative Positionen von Hedge-Fonds, sondern auch um - angesichts des momentanen Bedarfs - inzwischen zu hohe strategische Reserven industrieller Verbraucher.
08.12.08 - Platinmetallproduzenten reagieren auf Preisverfall mit Produktionskürzungen und Entlassungen
Der extreme Preisverfall bei den Platinmetallen zwingt inzwischen immer mehr Minengesellschaften zu Sparmaßnahmen und zum Zurückstellen neuer Projekte.
So teilte North American Palladium schon Ende Oktober mit, dass man die Lac des Iles-Mine in Ontario/Kanada für unbestimmte Zeit einmotten wolle und die 350 Arbeitsplätze dort abbauen werde.
Auch der andere große Palladium-Produzent in Nordamerika, Stillwater Mining in Montana/USA, kämpft mit hohen Kosten und niedrigen Erlösen. Und für 2009 ist keine Besserung in Sicht: Analysten von Standard & Poors rechnen mit einer Ausbringung von 485.000 Unzen Palladium zu Kosten von rund $ 400 je Unze. Die Situation bei Stillwater wird noch dadurch verschärft, dass Mehrheitseigentümer Norilsk Nickel bekanntgab, dass man seinen 55,4%igen Anteil an Stillwater am liebsten verkaufen wolle.
Auch in Südafrika ist die Lage kaum besser: Lonmin, Nummer 3 unter den Produzenten, teilte mit, dass man aufgrund der niedrigen Platinmetallpreise bis zu 4.000 Arbeiter entlassen müsse; Aquarius Platinum gab bekannt, dass man die Everest-Mine bis auf weiteres schließen und dort deshalb fast 2.000 Arbeitsplätze abbauen werde.
Alle Maßnahmen zusammen werden 2009 sicher zu einer deutlichen Reduzierung der Platin- und Palladiumausbringung führen, zumal auch die beiden weltgrößten Platinmetallproduzenten Anglo Platinum und Impala Platinum aus Südafrika Produktionskürzungen angekündigt haben. Amplats alleine will die Ausbringung 2009 um 300.000 Unzen (fast 10 Tonnen) Platin kürzen. Ob die Maßnahmen angesichts der kollabierenden physischen Nachfrage aus der Autoindustrie ausreichen werden, den Preis zu stabilisieren, wird sich aber erst im ersten Quartal 2009 zeigen.
17.11.08 - Lieferfristen bei Investmentbarren aus Gold und Silber weiten sich aus
Angesichts der Krise auf den Finanzmärkten hält das große Interesse privater und institutioneller Investoren an physischen Edelmetallen weiter an. Eine Folge davon ist, dass sich die Lieferfristen für Barren wieder verlängern. Während gegossene Barren (von 250 Gramm bis zu einem Kilo) noch einigermaßen kurze Lieferzeiten haben, muss auf neu bestellte geprägte Barren inzwischen bis nach Neujahr gewartet werden.
Angesichts der ohnehin schon rund um die Uhr laufenden Produktion ist kurzfristig mit einer Entspannung nicht zu rechnen. Aus langen Lieferfristen für Investmentbarren sollte übrigens keinesfalls auf eine allgemeine Goldknappheit geschlossen werden. Es ist vielmehr genügend Rohmaterial vorhanden. Es liegt derzeit allerdings vor allem in der falschen Form (Granalien bzw. 12,5 und 33 kg Standardbarren) vor.
Als Hürde erweisen sich dabei die begrenzten Produktionskapazitäten für Anlagebarren, die nach über
25 Jahren Desinteresse der Anleger (Münzhersteller haben das gleiche Problem) mit dem plötzlichen Kaufinteresse nicht Schritt halten (können).
30.10.08 - Edelmetallpreise fallen auf langjährige Tiefstkurse
Die vier wichtigsten Edelmetalle haben in den letzten Tagen weiter dramatisch an Wert verloren und liegen auf zum Teil langjährigen Tiefstkursen. Gold, von vielen langfristig orientierten Investoren noch immer als sicherer Hafen angesehen, konnte sich dabei wie schon in den Vorwochen relativ gesehen am Besten behaupten. Trotzdem fiel es mit zeitweise $ 681 auf den niedrigsten Preis seit September 2007 zurück. Silber notierte zeitweise bei $ 8,42 und damit auf dem tiefsten Stand seit September 2005.
Noch stärker als Gold und Silber traf es die beiden Platinmetalle Platin und Palladium. Platin wechselte in der letzten Oktoberwoche vorübergehend für nur noch $ 732 den Besitzer, Palladium für gerade einmal $ 160 je Unze. In beiden Fällen war dies die tiefste Notierung seit 2003. Palladium hatte in jenem Jahr nur kurzzeitig bei
$ 140 notiert, davor muss man schon bis 1997 zurückgehen, um wieder ähnlich tiefe Kurse zu finden.
Seit den im März 2008 verzeichneten Höchstständen hat Gold nun fast 34% an Wert verloren, Silber 60,5%, Platin 66,5% und Palladium 72,5%.
18.10.08 - Finanzkrise lässt Edelmetallpreise einbrechen
Die zunehmenden Befürchtungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der globalen Wirtschaft haben in den letzten Tagen auch die Edelmetallpreise unter erheblichen Druck gebracht.
Dabei sind vor allem die vorwiegend industriell genutzten Metalle Silber, Platin, Palladium und Rhodium gefallen. Das Silber notierte erstmals seit März 2006 wieder unter $ 9,15 je Unze; Platin und Palladium wurden mit $ 830 bzw. $ 161 je Unze sogar auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2005 gehandelt. Rhodium, das in diesem Jahr zeitweise schon bei über $ 10.000 je Unze den Besitzer gewechselt hatte, fiel in dieser Woche nun auf unter $ 1.600 je Unze zurück.
Von allen Edelmetallen schnitt das Gold relativ gesehen noch am besten ab. Mit $ 772 je Unze notiert das gelbe Metall aktuell "nur" 25% unter dem Jahreshoch vom März, das seinerzeit auch ein neues Allzeithoch dargestellt hatte. Dem Gold kommt dabei in der momentanen Situation auf den Finanzmärkten zumindest zum Teil seine historische Rolle als "sicherer Hafen" zugute.
02.10.08 - Konsolidierung in südafrikanischer Platinindustrie: Implats bietet für Northam Platinum
Kurz nach der Bekanntgabe der geplanten Übernahme des drittgrößten südafrikanischen Platinproduzenten Lonmin durch die englisch-schweizerische Bergbaugesellschaft Xstrata, hat die Nummer 2 in Südafrika, Impala Platinum, verkündet, dass man mit Hilfe eines Aktientauschs den viertgrößten Produzenten Northam Platinum und dessen Muttergesellschaft Mvelaphanda Resources übernehmen wolle.
Northam ist für die größeren Platinproduzenten nicht nur durch die momentane Ausbringung in Höhe von fast 300.000 Unzen p.a. (annähernd 10 Tonnen) interessant, sondern auch durch das Eigentum am gigantischen Boysendal-Projekt, das über Platinmetall-Reserven in Höhe von 100 Mio. Unzen verfügt.
17.09.08 - GFMS erwartet für 2008 deutlichen Überschuss auf dem Platinmarkt
Die Analysten der anerkannten Londoner Edelmetallberatungsfirma GFMS Ltd. erwarten für 2008 auf dem Platinmarkt einen merklichen Überschuss in Höhe von 120.000 Unzen. Außerdem rechnen sie damit, dass sich der Überhang 2009 noch weiter ausweiten wird. Die Ursache dafür sei in erster Linie in einem Einbruch der Nachfrage der Automobilindustrie zu suchen, es sei aber auch weniger Metall aus dem Schmuckbereich nachgefragt worden.
Für 2007 hatte GMFS noch ein Defizit in Höhe von 207.000 Unzen (knapp 7 Tonnen) errechnet.
11.09.08 - Goldproduktion in Südafrika im Juli zweistellig gefallen
Die Goldproduktion in Südafrika ist nach einer Meldung des lokalen Statistikbüros im Juli im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich gefallen. Der mit 16,4% mehr als deutlich ausgefallene Rückgang folgte einem Minus schon im zweiten Quartal, in dem die Ausbringung bereits von 63,5 Tonnen im Jahr 2007 auf 57 Tonnen im Jahr 2008 gefallen war.
Ursachen für die gesunkene Produktion, so Analysten, seien die Rationierungen bei der Stromversorgung, sowie Minenschließungen als Folge von Streiks und Unfällen gewesen.
Südafrika wurde 2007 erstmals seit 1905 von Platz 1 der Liste der größten Goldproduzentenländer verdrängt. Neuer Spitzenreiter, der auch 2008 wieder mit weitem Abstand führen dürfte, ist China.
29.08.08 - Gewinne bei Northam im Geschäftsjahr 2007/2008 gestiegen, Produktion rückläufig
Der viertgrößte Platinmetallproduzent Südafrikas legte heute seine Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vor. Die Gewinne sind 2007/2008 um 12% gestiegen, allerdings war dies in erster Linie eine Folge der um 33% auf $ 1.722 je Unze gestiegenen Edelmetallpreise. Die Ausbringung ist dagegen im vergangenen Geschäftsjahr um fast 10% auf 292.989 Unzen gesunken. Ursache für den Rückgang der Produktion war vor allem die Stromkrise im 1. Quartal 2008, hinzu kamen aber auch Streiks und sicherheitsbedingte Unterbrechungen der Produktion.
22.08.08 - Edelmetallpreise erholen sich nach Einbruch
Nach dem beispiellosen Einbruch der letzten beiden Wochen haben sich die Edelmetallmärkte in den letzten 24 Stunden wieder etwas erholt.
Vor allem konnten sich die Notierungen für Platin und Rhodium erholen, das letztgenannte Metall stieg angesichts starker industrieller Nachfrage um über $ 1.000 auf $ 4.700 je Unze an. Platin legte in diesem Zeitraum um $ 80 auf $ 1.472 je Unze zu.
Das Gold, das im Laufe des Tages wieder auf fast $ 840 anstieg, wurde vor allem von einer Rückkehr des Ölpreises über die Marke von $ 120 je Fass beflügelt. Silber folgte dabei wie üblich dem Gold und gewann dabei fast 6 Prozent auf fast $14 je Unze.
21.08.08 - Rhodium verliert 60% seines Wertes
Der Rhodiumpreis fiel heute Nachmittag auf nur noch $ 3.650 je Unze und büsste damit in weniger als vier Wochen fast 2/3 seines Wertes ein. Händler schieben die Schuld für die Verluste vor allem Abgaben durch spekulative Adressen zu.
Es halten sich am Markt aber auch hartnäckig Gerüchte, denen zufolge ein amerikansicher Autohersteller aufgrund der Flaute auf dem Automarkt überzähliges Metall verkauft hätte.
18.08.08 - WGC: Goldverkäufe der Zentralbanken auf tiefstem Niveau seit 1999
Das World Gold Council teilte am Dienstag mit, dass die Goldverkäufe der europäischen Zentralbanken während des laufenden Jahres ihres Goldabkommens das niedrigste Niveau seit 1999 erreichen könnte. Insgesamt hätten die Notenbanken in diesem Jahr bisher rund 319 Tonnen Gold verkauft. Damit würden sie die selbst gesetzte Obergrenze von 500 Tonnen deutlich verfehlen.
17.06.08 - Rhodiumpreis erstmals über $ 10.000 je Unze
Der Preis für das teuerste Edelmetall Rhodium hat am 17. Juni zum ersten Mal in der Geschichte die "magische" Marke von $ 10.000 je Unze (31,1035 Gramm) überschritten.
Ursache ist das andauernde Kaufinteresse durch asiatische Industrieunternehmen. Das Metall wird dabei in erster Linie von der Autoindustrie nachgefragt, die es dann in Katalysatoren einsetzt.
Die anhaltende Nachfrage der Industrie geht derzeit einher mit einem beschränkten Angebot: So erfüllen die südafrikanischen Minengesellschaften nach den stromlieferungsbedingten Produktionsproblemen im ersten Quartal ihre vertraglich zugesicherten Lieferverpflichtungen zwar weiter; im Gegensatz zu früheren Jahren haben sie aktuell allerdings in nur sehr beschränktem Maße zusätzliches, im freien Markt verkäufliches Material zur Verfügung.